UNIKA - Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V.

UNIKA-Projekte

Hohe Resonanz aus der Praxis bei den Förderlehrgängen für Selekteure

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Praktische Übungen in Kleingruppen beim Selekteurslehrgang in Ismaning (Foto: LfL)

Mitte Juni 2017 fanden in Gülzow (Mecklenburg-Vorpommern), Uelzen/Hamerstorf (Niedersachsen) und Freising (Bayern) fünf eintägige Schulungen für Selekteure von Pflanzkartoffeln statt. Zudem wurde ein halbtägiger Lehrgang für Selekteure mit Migrationshintergrund durchgeführt. Die Schulungen für ausländische Selekteure werden bereits das fünfte Jahr infolge durchgeführt. Das von den Saatgutanerkennungsstellen der Bundesländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern gemeinsam mit der UNIKA-Fachkommission Pflanzgut entwickelte und von der Landwirtschaftlichen Rentenbank gerderte Schulungskonzept wurde von den Praktikern sehr gut angenommen. In diesem Jahr wurden wieder insgesamt ca. 180 Teilnehmer geschult. Der hohe Zuspruch aus der Praxis bestätigt, dass die auf die Zielgruppe der Selekteure zugeschnittenen und dezentral durchgeführten Fortbildungslehrgänge notwendig sind, damit sich die Praktiker das entsprechend hohe Fachwissen aneignen bzw. auffrischen können. Neben dem theoretischen Wissen gilt es in praktischen Übungen vor allem „das Auge für den richtigen Griff“ zu schärfen und zu trainieren. Der sichere geschulte Blick bei der Selektion setzt mehrjährige Erfahrung und Beschäftigung mit der Kartoffelvermehrung voraus. Die jährlichen Schulungen werden bereits seit 2011 durchgführt. Seit Projektbeginn haben insgesamt 1037 Teilnehmer die Schulungen besucht.

Mit diesen Schulungen sollen Defizite in der Beratung und Weiterbildung auf dem Spezialgebiet der Kartoffelvermehrung beseitigt werden. Das Angebot richtete sich nicht nur an langjährige Selekteure, die ihr Wissen auffrischen wollen, sondern vor allem auch an Neulinge. Wegen des Generationswechsels auf den Betrieben ist der Schulungsbedarf für Nachwuchskräfte besonders groß.

Folgende Ausbildungsinhalte wurden vermittelt:

  • Allgemeines zur Kartoffel, phänologische Entwicklungsstadien und Registermerkmale
  • Vermehrungsaufbau, Anerkennungsverfahren
  • Grundsätze der Selektion
  • Sortenansprache mit Schwerpunkt Registermerkmale und Anfälligkeit für anerkennungsrelevante Krankheiten
  • Boniturübungen in Gruppen auf anerkennungsrelevante Sortenmerkmale und Krankheiten
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Den Schwerpunkt der Schulungen bildet der praktische Teil. Hier Praxisübungen in Kleingruppen auf einem Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Foto: LWK Niedersachsen)
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Den Teilnehmern wurde das, von den Kooperationspartnern neu überarbeitete „Kleine Handbuch für die Selektion in Pflanzkartoffeln“, ausgehändigt. In dieser Fachbroschüre sind die in der Schulung behandelten Inhalte sowie markante Krankheitsbilder nachzuschlagen. In der neuen Auflage wurden die zum 1. Januar 2016 geltenden Änderungen der Pflanzkartoffelverordnung eingearbeitet, so dass die Schulungsteilnehmer auf aktualisiertes Schulungsmaterial zurückgreifen konnten. Das Handbuch kann gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro über das Bestellformular angefordert werden.

Zertifiziertes Pflanzgut ist der Schlüssel für einen rentablen Kartoffelanbau. Um dieses für den Erfolg entscheidende Betriebsmittel produzieren zu können, müssen Pflanzkartoffeln in mehreren Schritten vermehrt und immer wieder gesund erhalten werden. Die sogenannten Selektionsarbeiten, bei denen kranke sowie anderen Sorten zugehörende Pflanzen aus dem Bestand entfernt werden, gehören zu den zentralen Aufgaben eines Vermehrers. Die damit betrauten Mitarbeiter haben somit eine hohe Verantwortung für die Wirtschaftlichkeit der Pflanzkartoffelproduktion auf den Betrieben selbst sowie für den Kartoffelstandort Deutschland.

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